Künstliche Intelligenz kann viel. Sie kann Informationen zusammenfassen, Muster erkennen, Texte erstellen und Arbeitsabläufe unterstützen. Aber sie beseitigt nicht automatisch Unklarheiten in der zugrunde liegenden Datenlandschaft.

Wenn unterschiedliche Abteilungen denselben Kunden unterschiedlich definieren, Stammdaten widersprüchlich sind oder die Herkunft wichtiger Informationen unbekannt bleibt, entsteht durch ein KI-System nicht plötzlich eine gemeinsame Wahrheit.

Für sinnvolle KI-Anwendungen lohnt sich deshalb zunächst ein Blick auf scheinbar nüchterne Fragen: Welche Daten liegen vor? Sind sie ausreichend vollständig, verständlich und aktuell? Wer darf sie wofür nutzen? Wie zuverlässig sind die Ergebnisse und wie werden sie kontrolliert?

Das klingt weniger aufregend als die Ankündigung einer großen KI-Transformation. Für den wirtschaftlichen Erfolg ist es häufig entscheidender.

KI braucht keine perfekte Datenwelt. Aber sie braucht ein bewusstes Verständnis ihrer Datenbasis, ihrer Grenzen und der Verantwortlichkeiten.